Odeion Kulturforum Salzburg, ab 26. September 2013
Peer Gynt
„Peer, du lügst!“, mit diesen drastischen Worten beginnt Henrik Ibsens großes Gedicht „Peer Gynt“. Diese grandiose „Lebensgeschichte“ des ausgestoßenen Außenseiters, der sich mit seinen Phantastereien durchs Leben schwindelt, eignet sich durch seine Vielschichtigkeit besonders zur Arbeit mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten.
Das Theater ecce inszeniert Ibsens „Peer Gynt“ als großes inklusives Theaterprojekt mit Menschen mit Behinderung und Psychiatrieerfahrung, Profischauspielern und Live-Musikern.
Denn auch wenn das dramatische Gedicht von Henrik Ibsen bald 150 Jahre auf dem Buckel hat und sich die Welt seit 1867 ganz gewaltig verändert hat, so ist doch das Leit-Thema dieses Stückes zeitlos: Peer Gynt, der Sohn eines verarmten Bauern, ist ein Fantast, der sich und an-dere auf der Suche nach dem „wahren“ Selbst stets betrügt. In seiner labilen Existenz erkennt er nicht, dass er ohne soziale Verantwortung nie Erfüllung finden wird. Er sucht sein Glück im Hedonismus und kurzfristigen Lustgewinn, in Traumwelten und Weltfluchten.
Peer Gynt als Lebensentwurf eines von Anfang an Gescheiterten, der nie lernt zu lieben und geliebt zu werden. Ohne moralische Skrupel fordert er persönlichen Lustgewinn und Profit, scheitert letztlich jedoch kläglich in seinen Liebesbeziehungen. Oder siegt am Lebensende trotz aller Umwege doch die Liebe?
Im Mittelpunkt dieser Produktion steht die zentrale Frage nach der eigenen Identität als Grundlage für Beziehungsfähigkeit und der Möglichkeit, in einer immer komplexer und komplizierter werdenden Welt bestehen zu können.
Es spielen: Bina Blumencron, Karl Dabernig, Alexander Dick, Jurij Diez, Gerard Es, Gerhard Fagerer, Wolfgang Gleich, Waltraud Grasfurtner,
Sabrina Hacker, Johannes Hufnagel, Philipp Kieninger, Anna Kuzmenko, Alexander Lughofer, Jurek Milewski, Christian Mösl, Christian Münichs- dorfer, Vinko Najdek, Zuhal Öztürk, Anna Paumgartner, Hermine Rohrmoser, Natalia Sarajlic, Franz Schafflinger, Andreas Schober, Hildegard Starlinger, Stefan Wartbichler
Live-Musik: Rupert Bopp, Gernot Haslauer, Robert Kainar, Johannes Steiner
Bühne: Alois Ellmauer
Kostüme: Monika Schwarzl
Schneiderei: Hilde Böhm
Lichtgestaltung: Heide Tömpe
Technische Leitung: Manfred Eckinger
Choreografie: Wolf Junger
Regieassistenz: Marie Hoppe
Inszenierung: Reinhold Tritscher
